Doppelpunkt. Flexibel und selbstbestimmt

In unserer modernen Gesellschaft hat die klassische Freiwilligenarbeit einen schweren Stand. Aber: Die digitalere, flexiblere Lebensweise ist auch ein Motor für moderne Formen des Engagements. Die Sendung «Doppelpunkt» zeigt Projekte, die das angestaubte Image der Freiwilligenarbeit aufpolieren. «Dank der Digitalisierung leben wir in einem goldenen Zeitalter der Freiwilligkeit», sagt der Sozialpsychologe Jakub Samochowiec vom Gottlieb Duttweiler Institut. Ein Beispiel dafür ist die Online-Forschungsplattform «Zooniverse». Hier engagieren sich 200 Millionen Freiwillige aus der ganzen Welt, um wissenschaftliche Projekte zu unterstützen. Die Freiwilligen müssen sich dabei zu nichts verpflichten, können sich beteiligen, wann, wo und wie lange sie wollen. Laut Samochowiec ein zukunftsträchtiges Modell, denn das Bedürfnis nach unverbindlichen, kurzfristigen Engagements wachse. Dem trägt auch die App «Five up» Rechnung, die Ende März 2019 auf den Markt kommt. Sie will die Freiwilligenarbeit in der Schweiz umfassend vernetzen auf einer Art Freiwilligen-Jobportal