DOK. Stadt ohne Wasser
Seit drei Jahren herrscht eine Jahrhundertdürre in Südafrika und Kapstadts Wasserversorgung ist bedroht, denn die Metropole stillt ihren Durst allein über Oberflächenwasser. Das Wetter wird aufgrund des Klimawandels immer unberechenbarer und die Stadtverwaltung kann sich nicht mehr auf eine regelmässige Speisung der Stauseen durch Niederschläge verlassen. Die Angst vor sozialen Unruhen, Seuchen und dem wirtschaftlichen Zusammenbruch der Region geht um. Der sogenannte Day Zero – der Tag, an dem die Wasserhähne der Stadt zugedreht werden – konnte nur verhindert werden, weil sich die Bewohner der Stadt seit Monaten mit 50 Liter Wasser pro Tag begnügen. Durch den Wassermangel entsteht eine neue Apartheid, die die Gesellschaft spaltet. In Bürger, die sich zusätzliches Wasser kaufen können, und solche, die auf die spärliche Versorgung durch die Gemeinde angewiesen sind. Dorothe Dörholt und Antje Christ zeigen die Ursachen und das unerwartete Spektrum der Folgen dieser Wasserkrise
