Die Zeit die bleibt (Le temps qui reste)
Krebs, unheilbar, und das mit 30 Jahren. Romain (Melville Poupaud) hat soeben erfahren, dass ihm nicht mehr viel Zeit bleibt und die Wahrscheinlichkeit einer Heilung gerade einmal bei fünf Prozent liegt. Was nun? Der erfolgreiche homosexuelle Modefotograf muss lernen, sich mit etwas Unfassbarem abzufinden – dem eigenen nahen Tod. Wie man mit solch einer Nachricht am besten umgeht, versucht Romain am eigenen Leib herauszufinden. Zuerst arbeitet er nicht mehr, zieht sich immer mehr zurück, isoliert sich. Doch dann beschliesst Romain, alle Orte seiner Kindheit zu besuchen, die er als glückliche Momente abgespeichert hat. Dabei lässt er sein Leben Revue passieren, macht Bekanntschaften und verhilft schlussendlich einem Paar auf dessen Wunsch zu einem Kind, das er als seinen rechtmässigen Erben einsetzt. Nach «Unter dem Sand» (FR 2000) ist François Ozons «Die Zeit die bleibt» (FR 2004) der zweite Teil seiner Trilogie über die Trauer und ist eine sehr intime Studie eines angekündigten Todes
