Die Wunden der Ermittler

Schwere Unfälle, Kinderpornografie, Mord und Totschlag – für die meisten Menschen ist schon die Vorstellung unerträglich. Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, Staatsanwältinnen und Staatsanwälte sind diesen Verbrechen nahezu täglich ausgesetzt – am Tatort oder am Computer. Sie leisten wichtige Ermittlungsarbeit für uns als Gesellschaft und schauen dahin, wo andere schnell entsetzt wegschauen. Es ist Teil ihres Berufes, kühl und sachlich die Fakten eines Verbrechens zu analysieren. Doch wie gehen sie fernab ihrer beruflichen Rolle mit solchen Situationen um, als mitfühlende Menschen? Psychische Erkrankungen haben in der gesamten Gesellschaft einen Makel – bei Ermittlern gilt dies besonders. Die Folge: Viele Ermittelnde fressen ihre Gefühle und Ängste in sich hinein. Im schlimmsten Fall erkranken sie an Depressionen oder an einer Belastungsstörung