Die Story im Ersten. Der Terror der einsamen Wölfe
Am 9. Oktober 2019 zog er los, um gezielt zu töten. Sein Ziel: die jüdische Gemeinde in Halle/Saale. Lediglich die gut verschlossene Synagogentür verhinderte am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur die Ermordung dutzender Menschen. Trotzdem tötet der Angreifer anschliessend noch zwei Menschen und verletzt zwei Personen durch Schüsse bevor er festgenommen wird. Seine brutale Tat streamt er mit einer Helmkamera live ins Netz. Keine einzige Sicherheitsbehörde war im Vorfeld auf den Rechtsextremisten aufmerksam geworden. In den letzten Jahren gab es eine enorme Zunahme des sogenannten «Lone Wolf»-Terrorismus. Einzelne Täter, die sich im Internet radikalisieren und ihre Morde mit rechtsextremen Manifesten zu rechtfertigen versuchen. Ein inzwischen weltweites Phänomen, wie der Anschlag von Christchurch zeigt. Aber auch der Anschlag am Olympia-Einkaufszentrum in München 2016 folgte diesem Schema. Wie stark sind die Attentäter, ihre Bewunderer und ihre geistigen Brandstifter weltweit miteinander verbunden?
