Die Rückkehr

Im Winter 1989 besucht Dobrivoie Kerpenisan seine Grosseltern in einem kleinen Dorf bei Temeswar in Rumänien – der Stadt, in der sich gerade der erste Widerstand gegen das Ceausescu-Regime formiert. So beginnen die Semesterferien des Folkwang-Studenten mit nichts weniger als einer Revolution. Der junge Fotograf wird in die Rebellion in der Provinz hineingerissen und versucht die Ereignisse fotografisch festzuhalten, so lange bis sein Filmvorrat aufgebraucht ist. Es entstehen einzigartige Momentaufnahmen von den Massenprotesten, von einer Zeit voller Anarchie, Gewalt, Plünderungen, Verwundeter und Toter. Die Aufnahmen zeigen aber auch Gesichter voller Entschlossenheit und Zuversicht. 30 Jahre später kehrt Kerpenisan, nunmehr prämierter Filmemacher, in sein Dorf zurück und sucht anhand seiner Bilder nach den Spuren der Revolutionäre von damals. Was machen sie heute? Wo und wie leben sie? Aus dem Reflektieren über Angst, Mut und Träume entsteht ein Portrait der unbekannten Helden mit beklemmenden Einsichten und bewegenden Geschichten