Die letzten 76 Tage der Königin Marie-Antoinette

Am 2. August 1793 wurde Marie-Antoinette, die letzte Königin von Frankreich, ins Gefängnis Conciergerie gebracht. Ihr Mann war bereits guillotiniert worden, ihre Kinder hatte man ihr weggenommen. Das französische Volk verlangte ihren Kopf. Ihrem Heimatland Österreich waren Eroberungen offenbar wichtiger als Verhandlungen zur Rettung der einstigen Erzherzogin Maria Antonia, die jung den französischen Thronfolger hatte heiraten müssen. Ihre letzte Hoffnung war ein Fluchtversuch. Doch man fasste sie wenige Meter vor der Freiheit. 76 Tage später inszenierten die Revolutionsführer einen Scheinprozess, der nur zwei Tage dauerte. Über Marie-Antoinettes Schicksal hatten politische Abmachungen und Machtkämpfe schon im Vorhinein entschieden. Marie-Antoinette, die der frühen Schreckensherrschaft zum Opfer fiel, ertrug ihr Schicksal mit grosser Würde. Die Revolution verlieh ihr das Format einer Königin, ihr tragischer Tod machte sie unsterblich. Die Dokumentation erzählt die letzten Tage der Königin und entschlüsselt die Hintergründe des Prozesses