Die Kunst findet nicht im Saale statt

Klaus Staeck wurde 1938 geboren. Er gehört zu jener Generation von deutschen Intellektuellen, deren Leben mit der Geschichte der Bundesrepublik zusammenfällt. Er hat diese Geschichte künstlerisch begleitet und politisch kommentiert – und ist gestaltend Teil dieser Geschichte geworden. Klaus Staeck gilt als bedeutendster politischer Grafiker und Plakatkünstler der Bundesrepublik, der mit seiner Kunst seit Ende der 1960er Jahre immer wieder pointiert und provokant die Missstände in Politik und Gesellschaft anprangert. Bekannt wurde er mit politischen Fotomontagen und Plakaten, deren bekanntestes «Deutsche Arbeiter! Die SPD will euch eure Villen im Tessin wegnehmen» hohe fünfstellige Auflagen erzielte. Der Spruch wurde zum geflügelten Wort. Staeck ist ein populärer Künstler, der verstanden werden will. Mehr als 3’000 Einzelausstellungen sind ihm gewidmet worden. Als Präsident der Berliner Akademie der Künste gestaltete er massgeblich die ästhetische Wiedervereinigung der Republik Deutschland mit. Andreas Ammer zeichnet in seinem Dokumentarfilm ein eindrucksvolles, inspirierendes Bild des Künstlers, Aktivisten und Menschen Klaus Staeck