Die Kunst der exakten Phantasie

Es sind Prozesse des Suchens und Auffindens von Spuren, die den Fotografen Heini Stucki aus Biel begeistern. Seine Neugierde ist ansteckend und so hat sich der Regisseur Beat Borter auf diese Lebensspur begeben. Zusammen mit Stucki wühlt er im Fotoarchiv und stösst auf seine Biographie: ein Lebenslauf aus der Jugend, erste Bilder in schwarz und weiss, Porträts von Dorfbewohnern im Seeland. Von wilden Kerlen erzählt Stucki – mit seiner weissen Mähne ist er selbst eine wilde Erscheinung. Beim Fotografieren verlässt er sich auf seine Intuition und auf sein Können. In einem Gleichgewicht von Gefühl und Technik strebt Stucki nach einer «Kunst der exakten Phantasie». Die Metapher ist auch stimmig für die reduzierte und präzise Bild-Ton-Montage von Beat Borter und Thomas Batschelet. Es ist ein Film für eine besinnliche Sonntags-Matinee.

Charles Martig, Filmbeauftragter Katholischer Mediendienst
charles.martig@kath.ch

«Die Kunst der exakten Phantasie», Schweiz 2006, Regie: Beat Borter, Besetzung: Heini Stucki, Dokumentarfilm; Verleih: Cinematograph-Filmverleih, http://www.cinematograph.ch

Kinostart: ab 7. September

Dank digitaler Kopien startet der Film innert kürzester Zeit in 33 Kinos mit grosser regionaler Streuung. Ab dem 7. September ist er in folgenden Städten zu sehen: Zürich, Bern, Basel, St. Gallen, Winterthur, Aarau, Freienstein, Rapperswil, Solothurn, Grenchen, Burgdorf, Lyss, Aarberg, Murten, Laupen, Herisau, Uzwil, Wil, Wattwil, Schaffhausen
Oft finden Vorführungen in Anwesenheit von Heini Stucki und Beat Borter statt. Die Tagespresse der verschiedenen Regionen informiert über die Spielzeiten.