Die Indianer kommen – Indigene Völker im Berliner Humboldtforum
Die Kulturen der Welt auf «völlig neuartige Weise» ausstellen: Das ist das hochgesteckte Ziel des Berliner Humboldtforums. Die Begegnung mit der Welt der Indigenen ist eine Herausforderung für die Ausstellungsmacher. Wie kann man ihre Vorstellungswelten vermitteln? Wie reagiert man auf Rückgabeforderungen? Die Ethnologen und Museumsleute in Berlin suchen nach neuen Wegen der Präsentation, wollen Indigenen mehr Raum und Gehör verschaffen. Damit gehen die Deutschen weiter als viele andere Staaten, die den Indigenen immer noch ihre Rechte auf Autonomie, Sprache und Land verweigern. Zahlreiche indigene Völker besinnen sich jedoch auf ihre Wurzeln, beschäftigen sich mit ihrer oft schon fast verloren gegangenen Kultur, wollen ihre Identität wiederherstellen. Im Rahmen der Planungen für das Humboldtforum wurden indigene Gruppen aus Venezuela und Kolumbien nach Berlin eingeladen und begegneten im Ethnologischen Museum in tief bewegenden Momenten den Objekten ihrer Vorfahren
