Die drei Räuber

Geht das überhaupt noch, ein handgezeichneter Trickfilm in Zeiten der hochgepixelten, computeranimierten Movies? Ja, es geht. Erzählt wird der Kinderbuchklassiker „Die drei Räuber“ von Tomi Ungerer. Dessen liebevoll groben Bilder erwachen zum Leben, während er höchstpersönlich mit elsässischem Akzent den Erzähler spricht.

Die Geschichte der drei Räuber und dem Waisenkind Tiffany wurde für die Filmversion leicht erweitert. Tiffany bringt Leben in die Räuberhöhle und erweicht den dunklen Gesellen das Herz. Wie bitter ist dagegen der Alltag der anderen Kinder unter dem Regime der „bösen Tante“, die samt Waisenhaus wirklich zum Fürchten ist! Doch die gewitzte Tiffany gibt nicht so schnell auf.
Die Geschichte ist einfach und wohl nicht nur für Erwachsene vorhersehbar. Eigentliche Freude bereiten die köstlichen Details, die auch schon mal mit einem (gemalten) Scheinwerfer ausgeleuchtet werden. Und auch die Vertonung ist höchstgelungen. Musik, rau und roh gesungen wie von Tom Waits, erklingt von den Sprechern der Räuber, den Schauspielern Joachim Król und Charly Hübner sowie dem Schlagzeuger der Band „Die Ärzte“ Bela B. Felsenheimer. Katharina Thalbach gibt die böse Tante mit schriller Stimme, und herausragend spricht die erst achtjährige Elena Kreil das Waisenmädchen. Der „altmodische“ und behäbige Film ist ein rechtes Kinovergnügen.

Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch

„Die drei Räuber“, Deutschland 2007, Regie: Hayo Freitag, Trickfilm mit den Stimmen von: Tomi Ungerer, Joachim Król, Katharina Thalbach, Bela B. Felsenheimer, Charly Hübner; Verleih: Filmcooperative Zürich, Internet: http://www.filmcoopi.ch, Filmwebsite: http://www.dreiraeuber-derfilm.de

Filmstart: 29. November 2007

Radio-Tipp:
SiggSaggSugg.“Die drüü Räuber“ von Tomi Ungerer

Mittwoch und Donnerstag, 28. und 29. November, jeweils 19.30 Uhr, DRS1