Der tausendköpfige Drache
Wirtschaftsspionage, Produktpiraterie, Einflussnahme und scharfe Kontrolle der Oppositionellen im Exil: China schreckt vor nichts zurück. Das 2006 von der Kommunistischen Partei angekündigte Konzept «Neuland» verfolgt etwa das Ziel, ausländisches Wissen einzuführen und es durch die Hinterlegung inländischer Patente in chinesisches Eigentum umzuwandeln. Diese Art von Technologie-«Transfer» ist nicht neu und hat in den vergangenen Jahren bereits einige namhafte Industrieunternehmen wie TGV und Airbus getroffen. Über eine Milliarde Chinesen stehen im Dienste dieser gigantischen Maschinerie, dem «tausendköpfigen Drachen», der informationshungrig nach allen Geheimnissen der Welt giert. François Reinhardt befasst sich seit über zehn Jahren mit dem rasanten wirtschaftlichen Aufstieg des Reichs der Mitte und geht der Frage nach, auf welchen Wegen sich Peking sicherheits- und entwicklungsrelevante Daten verschafft
