Der Schnee am Kilimandscharo
Michel (Jean-Pierre Darroussin), ein engagierter Hafenarbeiter und Gewerkschafter der ersten Stunde, ist nach einer Entlassungsrunde in seiner Marseiller Werft in den viel zu frühen Ruhestand gegangen. Nun verbringt er mit seiner Frau Marie-Claire (Ariane Ascaride), mit der er seit 30 Jahren verheiratet ist, ein beschauliches Leben. Das einfache Leben des Paars wird jedoch erschüttert, als Michel und Marie-Claire brutal überfallen werden. Dabei werden ihnen die gemeinsamen Ersparnisse gestohlen, mit denen sie sich eine Reise zum Kilimandscharo ermöglichen wollten. Als sich dann herausstellt, dass einer der Täter ein früherer Arbeitskollege Michels ist, ist der Gewerkschafter schockiert. Dennoch beginnt das Paar, sich liebevoll um die jüngeren Brüder des inzwischen Inhaftierten zu kümmern. Der französische Regisseur Robert Guédiguian (FR 2011) inszenierte frei nach dem Gedicht «Les pauvres gens» von Victor Hugo ein in seiner Heimatstadt Marseille angesiedeltes herzenswarmes Drama über Solidarität und Menschlichkeit
