Der letzte Takt – fast vergessene Totenlieder

Der Tod gehört genauso zum Leben wie die Musik. Beides ist Inhalt der Feiertagsdokumentation aus dem Landesstudio Kärnten. Der ehemalige Lehrer und Chorleiter Hans Pleschberger war als Student im Katschtal von Bauernhof zu Bauernhof unterwegs, um sich Toten- und Wachlieder vorsingen zu lassen. Diese hat der heute 74-Jährige in sechs Büchern handschriftlich festgehalten. In den Zeilen und Noten steckt die Geschichte der sogenannten Wachlieder. Das waren jene Lieder, die am Totenbett in jener Zeit gesungen wurden, als Verstorbene noch zuhause aufgebahrt wurden. Familie und Nachbarn kamen vorbei, um in der Gemeinschaft den Toten mit Musik, Gebeten und Gesprächen zu verabschieden. Oft wurde bis zu drei Tage lang Wache gehalten, bevor der Verstorbene dann abgeholt und zum Friedhof gebracht wurde