Delikatessen. Menashe

Seit dem Tod seiner Frau kämpft Menashe (Menashe Lustig) darum, dass er seinen Sohn Rieven (Ruben Niborsk) zu sich nehmen und für ihn sorgen darf. Doch in der orthodoxen jüdischen Gemeinde der Chassidim im Südwesten Brooklyns ist das Leben klar reglementiert. Einen alleinerziehenden Vater gibt es nach strenger Auslegung der Thora nicht. Rieven wohnt bei Menashes Schwester und wird von seinem Schwager Eizik erzogen. Ausgerechnet von Eizik, der nicht viel von Menashe hält und ihn das auch immer wieder spüren lässt. Rieven liebt seinen Vater, doch er hat manchmal Mühe damit, sein «unorthodoxes» Auftreten zu akzeptieren. Als die Gedenkfeier zum ersten Todestag seiner Frau ansteht, beschliesst Menashe, die Feier trotz seiner begrenzten Mittel auszurichten. Er will beweisen, dass er dazu fähig ist, auch wenn ihm das niemand aus seiner Umgebung zutraut. Joshua Z. Weinsteins fast vollständig in jiddischer Sprache gedrehtes, wunderbares Spielfilmdebüt (US 2016) spielt in der Welt der ultraorthodoxen Juden von New York