Das Mädchen von Egtved
Egtved in Dänemark im Jahr 1921: Der Bauer Peder Platz will einen Hügel auf seinem Grundstück abtragen. Dabei entdeckt er einen grossen Baumsarg aus Holz. Der Mann ahnt, dass es sich um einen ganz besonderen archäologischen Fund handeln muss. Das sogenannte Mädchen von Egtved ist einer der bekanntesten Grabfunde aus der Bronzezeit. Es ist die Kleidung, die damals schon Aufsehen erregte. Denn im Eichensarg dieser jungen Frau fanden die Wissenschaftler einen kurzen, durchsichtigen Wollrock aus gedrehten Schnüren und eine bauchfreie Tunika in einem sensationell makellosen Zustand. Vom Körper des Mädchens dagegen blieb nur wenig erhalten: Zähne, Nägel und vor allem 23 Zentimeter langes Haar, das mit modernsten Methoden untersucht wurde. Das Mädchen von Egtved war keine Dänin, wie ursprünglich angenommen wurde. Die junge Frau hatte eine lange Reise hinter sich, bevor sie um das Jahr 1370 im Alter von 16 bis 18 Jahren starb
