Das Kaninchen bin ich
Maria Morzeck (Angelika Waller) wollte eigentlich Slawistik studieren und Dolmetscherin werden. Doch weil ihr Bruder Dieter (Wolfgang Winkler) wegen «staatsgefährdender Hetze» zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, liess man sie nicht zum Studium zu. Durch puren Zufall lernt Maria Paul Deister (Alfred Müller) kennen, die beiden werden ein Liebespaar. Als sich herausstellt, dass er der Richter ihres Bruders ist, versucht sie, diese Liebe nicht mit Dieters Fall zu belasten. Doch mit der Zeit drängen sich ihr immer mehr Fragen auf. Sie merkt, dass er Menschen ebenso wie Gesetze nur für seine Karriere benutzt. Sie verlässt ihn enttäuscht. Als der vorzeitig entlassene Bruder von dem Verhältnis erfährt, schlägt er seine Schwester zusammen. Maria zieht aus, ernüchtert aber kämpferischer als je zuvor. Kurt Maetzigs Drama (DDR 1965) konnte erst nach der Wende gezeigt werden, da seine kritische Sichtweise dem Regime nicht entsprach
