Das fehlende Bild
Im Alter von 13 Jahren verliert der Kambodschaner Rithy Panh seine gesamte Familie. Sie fällt dem Terrorregime der Roten Khmer zum Opfer. In seinem Dokumentarfilm (F 2013) lässt er die zerstörte Kindheit wieder auferstehen und liefert aus der Perspektive des Ich-Erzählers eine ergreifende Schilderung dieses Genozids, von dem es keine Bilder gibt. Der Regisseur sucht nach seiner Kindheit wie nach einem verlorenen Bild. Im Alter von nun knapp 50 Jahren scheint sie förmlich nach ihm zu rufen. Wie eine riesige Welle überrollt ihn seine Vergangenheit, die er mit Hilfe bemalter, handgeformter Tonfiguren zum Leben erweckt. Rithy Panh erhielt für diesen Film in Cannes 2013 den «Prix un Certain Regard» und beim Jerusalem Film Festival 2013 den «In Spirit for Freedom Award»
