Cinemasuisse: Jean-Luc Godard
Jean-Luc Godard wurde 1930 als Kind schweizerisch-französischer Eltern in Paris geboren. Seine Jugendjahre verbrachte er in der Westschweiz und kehrte dann nach Paris zurück, um an der Sorbonne Ethnologie zu studieren. Während seiner Studienzeit begann er, als Filmkritiker für die französische Filmzeitschrift «Cahiers du cinéma» zu schreiben. Die Beschäftigung als Filmkritiker bezeichnete er später als äusserst wichtig für sein eigenes Filmschaffen. Der Durchbruch als Cineast gelang Godard 1960 mit dem Spielfilm «À bout de souffle» mit Jean-Paul Belmondo in der Hauptrolle. Godard setzte sich über filmische Tabus wie Achsensprünge oder Achsenverschiebungen hinweg, so machte er das Publikum auf die eigene Verführbarkeit innerhalb des Kunstwerks aufmerksam. Dieses sozialkritische Anliegen sollte für die Filme der Nouvelle Vague charakteristisch werden. Jean-Luc Godard hat mit seinen kritischen Schriften und experimentellen Filmen das Filmschaffen bis heute nachhaltig mitgeprägt. Es ist eine illusionäre Filmwelt, auch wenn sie Realität vorgaukelt, welche Jean-Luc Godard entstehen lässt, ein Konstrukt mit politischen Dimensionen
