Brot und Spiele

Sie waren die absoluten Superstars im alten Rom, jedes Kind kannte ihre Namen und selbst Kaiser schmückten sich mit ihnen: Wagenlenker. Die Helden der Rennbahn, oft Sklaven, riskierten bei jedem Wettkampf ihr Leben. Nur wenige genossen die Siegesprämien bis ins hohe Alter. Wie ihre Nachfolger heute, die Formel-1-Piloten, führten diese Männer ein Leben auf der Überholspur. In aufwendigen szenischen Rekonstruktionen taucht die Dokumentation in das einstige Römische Reich ein. Mit Hilfe antiker Dokumente zeichnet der Film die Biografie des Scorpus nach, der stellvertretend für die vielen anderen Helden des römischen Wagenrennsports steht, und illustriert zugleich die gesellschaftliche, kulturelle und politische Tragweite des grössten Spektakels der antiken Welt: Für das römische Volk bedeuteten die Wagenrennen mehr als Sport und Entertainment. Sie waren der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhielt und die Alltagskultur prägte