Blutiges Erbe
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs schloss sich das Osmanische Reich den Mittelmächten Deutschland und Österreich-Ungarn an und kämpfte vor allem gegen das britische Empire. Um ihre Kriegsziele zu erreichen, überzeugten die Alliierten die Araber, gegen die Osmanen zu kämpfen. Im Gegenzug sollten diese ein eigenes Königreich erhalten. Das Ende der Osmanen wurde nach Ende des Krieges mit dem Vertrag von Sèvres besiegelt. Der Nahe Osten wurde in britische und französische Einflusszonen aufgeteilt, den Kurden eine Autonomie in Aussicht gestellt, die Türkei hingegen wurde zerschlagen. Es folgte der Sieg Atatürks über die Griechen im türkischen Unabhängigkeitskrieg. Der Vertrag von Sévres wurde zwar kassiert, und doch dient er bis heute als Beleg für die rücksichtslose Interessenpolitik des Westens. Für die Kurden endeten die Träume von einem unabhängigen Staat und waren der Beginn eines Konflikts, der bis in die Gegenwart strahlt. Im Nahen Osten hingegen sind die Spuren des Pariser Vertrags bis heute sichtbar
