betrifft. Alpenrausch und Grössenwahn – Wer stoppt den Ausverkauf der Berge?
Die Alpen werden zunehmend zum Themenpark und die touristische Unterhaltungsindustrie wächst. Trotz Klimawandel, fortschreitender Gletscherschmelze und wenig Schnee wird die Natur ohne Rücksicht weiter ausgebeutet. Extrembeispiele für «Ballermann» in den Alpen, wie Ischgl, Sölden und das Grossskigebiet Lech/St. Anton, werden dabei immer mehr zum Vorbild für mittlere bis kleinere Erholungsgebiete wie Balderschwang im Oberallgäu, das bislang mit einem überschaubaren Skigebiet, mit Naturschutzgebieten und gelebter Tradition gepunktet hat. Das alles soll anders werden. Ein Riss geht durch den Ort. Die einen wollen viel mehr Tourismus und einen grossen Skizirkus wie in Ischgl und Sölden, die anderen, Originale wie der Pfarrer, die Bäuerin, der Schafhirte, setzen auf Bewahrung ihrer Heimat, auf Nachhaltigkeit und fordern ein radikales Umdenken in Sachen Tourismus. Was sind die ökologischen Konsequenzen von noch mehr Pisten, von neuen Mega-Schneekanonen und den dazugehörenden künstlichen Seen?
