Beaumarchais – Der Unverschämte

Frankreich, 18. Jahrhundert: Das Volk ist mit den politischen Klassenregenten unter Louis XV (Michel Serrault) unzufrieden. Die Kassen des Staates sind leer, und das Versagen der hegemonialen Gestaltung des Landes wird jeden Tag deutlicher. Beaumarchais (Fabrice Luchini), Sohn eines Uhrmachers, ist als Dramaturg im turbulenten Paris bekannt, doch mehr als seine Theaterstücke sind es seine revolutionären Worte, die ihn unter den Unzufriedenen beliebt machen. Nachdem er verhaftet wurde, bietet Louis XV Beaumarchais an, Spion in England zu werden. Dort trifft er Arthur Lee, der den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg vertritt. Beaumarchais wird wiederum verhaftet. Louis XV ist am Vortag gestorben und beschützt Beaumarchais nicht länger. Während der Haft skizziert Beaumarchais «Der Barbier von Sevilla» – Grundstein der intellektuellen Legitimation der Revolution, die kurz danach ausbricht. Edouard Molinaro hat mit «Beaumarchais» (FR 1995) ein faszinierendes Portrait einer extravaganten, historischen Persönlichkeit inszeniert