B12 – Gestorben wird im nächsten Leben

Nur ein kleines Rasthaus, und doch ist das «B12» an der namensgebenden Bundesstrasse ein Ort, an dem die grossen Themen des Lebens verhandelt werden: Tod, Liebe, Freundschaft und eine gute Leberknödelsuppe.  «I mechat sterb’n», meint Lenz immer wieder. Mit seinen 89 Jahren und nach einem Schlaganfall fällt alles nicht mehr so leicht. Er lebt in einem Zimmer auf dem Gelände, das zum Rasthaus «B12» gehört, und das, wie die Gaststätte, mittlerweile sein Sohn Manni betreibt. Früher war Lenz der Patriarch, heute entscheidet Manni hier über alles, nicht selten zum Unwillen von Lenz. Bei ihnen und den anderen Menschen, die an dem Rasthaus kurz anhalten, dort arbeiten oder Dauergäste sind, scheint das Leben oft Leiden zu bedeuten. Ans Aufgeben aber denkt keiner, allen grossen und kleinen Widrigkeiten begegnet man mit Durchhaltevermögen, Zusammenhalt, Sturheit und renitentem Humor