Aula. Die zerbrochene Welt – Hannah Arendts politische Theorie
Nach den Terroranschlägen vom 11. September war klar, dass die Rede von der „einen Welt“ eine Illusion war. Die Welt ist vielmehr gespalten in verschiedene Kultur- und Ideologieräume: Islamische Fundamentalisten machen mit ihrem Hass gegen die USA Politik, der Islam steht dem christlichen Europa gegenüber, die Israelis den Palästinensern, die Dritte der angeblich Ersten Welt. Brauchen wir demgegenüber nicht doch das solidarische Konzept von der „einen Welt“ mit bestimmten ethischen Standards, die helfen, totalitäre und gefährliche Ideologien zu überwinden? Genau diese Frage taucht leitmotivisch im Werk der Philosophin Hannah Arendt auf, die im Oktober 100 Jahre alt geworden wäre
