Auguste Escoffier. König der Haute-Cuisine
Für die besten Köche der Welt ist Auguste Escoffier (1846–1935) eine Legende, ein Vorbild, ja eine Art Bibel. In Spitzenrestaurants überall auf der Welt ist sein Geist bis heute spürbar. Auguste Escoffier hat sein Leben der Verwirklichung eines sehr französischen Traums geweiht: Er wollte die Kochkunst in den Rang der schönen Künste erheben. Ihre Meisterköche sollten dasselbe Prestige und dieselbe kreative Freiheit wie grosse Künstler geniessen. Kochen ist heute eine anerkannte und weltweit zelebrierte Kunst. Viele Spitzenköche sind zu regelrechten Stars avanciert. Die französische Küche scheint schon immer massgebend gewesen zu sein und bleibt ein unerlässlicher Teil jeder Kochausbildung. Als Zeuge tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen hat Escoffier die Welt der Gastronomie nach und nach reformiert: Auf ihn gehen Neuerungen auf allen Gebieten zurück, wie etwa die sogenannten Küchenbrigaden, eine sehr hierarchische Arbeitsteilung in Anlehnung an den Taylorismus, die bis heute Anwendung findet. Und er verhalf gesünderen und bekömmlicheren Speisen zum Durchbruch
