Aufbruch in die Freiheit

1971 auf dem Land: Erika Gerlach (Anja Schudt) ist wieder schwanger. Erikas drei Kinder und die Arbeit im Familienbetrieb bringen sie bereits jetzt an ihre Grenzen. Ihr Mann Kurt (Christian Erdmann) will davon nichts hören. In ihrer Not lässt Erika heimlich in Köln abtreiben. Zurück im Dorf eskaliert die angespannte Familiensituation: Kurt besteht darauf, dass die älteste Tochter trotz guter Noten eine Lehre beginnt. Ein Streit entbrennt und Erika verlässt Kurt, merkt aber schnell, wie abhängig sie von ihm ist. Ohne seine Einwilligung darf sie weder einen Miet- noch einen Arbeitsvertrag unterschreiben oder die Kinder in der Schule anmelden. Mit der Hilfe ihrer Schwester Charlotte (Alwara Höfels) baut sie sich trotzdem ein neues Leben in der Stadt auf. Isabel Kleefeld nimmt in ihrem Familiendrama (DE 2018) Geschlechterrollen und Emanzipation unter die Lupe und spannt einen Bogen zur aktuellen Diskussion