Anna Magnani. Der unkonventionelle Filmstar aus Rom

Der Weltruhm der italienischen Schauspielerin Anna Magnani begann 1945 mit Roberto Rosselinis Meisterwerk «Rom, offene Stadt». Berühmt ist die Szene, in der Anna Magnani als liebende Pina dem Lastwagen der deutschen Besatzer hinterherläuft, mit dem ihr Verlobter Francesco abtransportiert wird. Von hinten Fallen die Schüsse der SS-Männer und Pina stirbt noch auf der Strasse. Pinas erschütternder Aufschrei nach ihrem Geliebten ist zu einem bedeutenden Antikriegsbild geworden. Der Neorealismus war eine Antwort auf den Faschismus in Italien und künstlerisch vom poetischen Realismus Frankreichs beeinflusst. Diese neue Art des Filmens wollte die Wirklichkeit ungeschminkt zeigen: das Leiden unter der Diktatur, die Armut und Unterdrückung des einfachen Volkes. Anna Magnani verkörperte Frauenfiguren aus dem einfachen Volk. Sie inspirierte renommierte Regisseure des europäischen und des US-amerikanischen Films wie Roberto Rossellini, Luchino Visconti, Federico Fellini, Pier Paolo Pasolini, Jean Renoir, Sidney Lumet, Daniel Mann, George Cukor und Stanley Kramer