Amexica – Grenzwelten

Ihre erste Fotoreportage an der amerikanisch-mexikanischen Grenze machte Marie Baronnet im Jahr 2009. Sie entdeckte dort eine ganz besondere Kultur: Eine «amexikanische» Kultur mit eigener Musik, eigenem Essen und sogar einer eigenen Sprache in den Grenzstädten. Abseits jeglicher journalistischer Logik und ungeachtet der aktuellen Nachrichtenlage sammelte sie jahrelang wertvolles Fotomaterial, von dem sie wusste, dass sie es noch verwenden würde. Nach der Wahl von Donald Trump erhielt das Projekt eine ganz neue Dimension. Die Realität an der Grenze ermutigte die Fotografin dazu, ihre Arbeit zu veröffentlichen. Während dieses gesamten Zeitraums begleitete Baronnet das Leben zweier Familien: Die eine kam mit einer «Migrantenkarawane» ins mexikanische Tijuana und von da aus in die USA. Werden sie in Texas Asyl bekommen? Die zweite, ebenfalls aus Mexiko, lebt bereits in den USA. Seit der Abschiebung des Vaters nach Honduras versucht die Mutter zweier Kinder, trotz der Angst vor der eigenen Abschiebung, ein möglichst normales Leben zu führen …