Akte Grüninger

Der St. Galler Polizeikommandant Paul Grüninger ermöglicht Hunderten von jüdischen Flüchtlingen trotz schweizerischer Grenzsperre kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges die Einreise. Indem er zahllose Registrierungen vor den 19. August 1938, den Tag des Grenzschliessungserlasses, datiert, legalisiert er viele Emigranten als anerkannte Flüchtlinge. Er riskierte seine Stellung und seinen Ruf, um Menschenleben zu retten. Grüninger wurde 1939 fristlos entlassen, verurteilt und verfemt. Erst lange nach seinem Tod wurde er politisch rehabilitiert