A Song of an Unknown Actress
Jedes Jahr ziehen Tausende von jungen Frauen nach Los Angeles, um den Durchbruch als Schauspielerin zu schaffen. Ihre Karrieren verlaufen zumeist in der Grauzone zwischen kleinen Nebenrollen in grossen Filmen und grossen Rollen in kleinen Filmen, den überlebensnotwendigen Restaurantjobs und einer Endlosschleife von Castings: Sie sind der Ariadnefaden, der nicht abreissen darf. Denn trotz aller Frustration und Verzweiflung über die konstante Ablehnung steckt in jedem Vorsprechen die eine grosse Chance. Und jede, die es in Hollywood zu etwas gebracht hat, musste durch diese Phase gehen. So schwebt das grosse Versprechen über dem grauen Alltag. Im Wechselspiel von dokumentarischer Beobachtung des Alltagsgeschehens und ästhetischer Überhöhung der vorgefundenen Wirklichkeit verdichtet der Film individuell unterschiedliche Lebensläufe zu einer kollektiven Erfahrung der Traumfabrik als Sehnsuchtsort als einem ausbeuterischen, zumeist von Männern dominierten System, in dem nur ein einziger Augenblick über Erfolg und Scheitern entscheiden kann
