3satDokumentarfilmzeit. Zensierte Stimmen
Der Sechstagekrieg endete 1967 mit dem Sieg Israels. Der jüdische Staat schien gesichert. Im Triumph des Augenblicks gab es kaum jemanden, der die Konflikte der Zukunft hätte voraussehen können. Die jungen Männer waren als Sieger in ihre Häuser zurückgekehrt, viele jedoch verwirrt, traumatisiert, voller Angst und Schuldgefühle. Nach Ablauf der fast 50 Jahre währenden Zensur lässt der Dokumentarfilm die Stimmen wieder aufleben. Sie erzählen, was Krieg bedeute. Mit einem Tonbandgerät ausgerüstet, begab er sich mit Abraham Shapira, Kulturredakteur, Buchautor und Professor für Judaistik und jüdische Geschichte, in die Kibbuze des Landes und fragte die Männer nach ihren Kriegserlebnissen. Die Soldaten beschrieben sich selbst als zerrissen zwischen dem Gefühl des Triumphes und dem Gefühl von Schmerz, Scham und Unheil. Aufgrund ihrer Brisanz wurden die Tondokumente von der israelischen Armee zensiert
