21 GRAMS
Gesund und erfolgreich, strafentlassen und frisch bekehrt, todkrank und unglücklich: Die Leben dreier völlig verschiedener Männer kreuzen sich auf fatale Weise durch einen Autounfall. Hier muss der eine sterben, und der andere lädt Schuld auf sich. Der Dritte jedoch kann mit einem neuen Herz weiterleben. Dieser erforscht den Tod des Organspenders und sucht Kontakt zu dessen junger Witwe. Währenddessen verzweifelt der Schuldige an seinem Versagen und an Gott. Er, der geläuterte Verbrecher, wollte gottesfürchtig leben und verschuldete unbeabsichtigt den Unfall. Nun streiten in ihm Zweifel und ein fanatischer Glaube. Schliesslich spitzt sich alles auf die Fragen zu, wo Vergebung ist, und wie sich Liebe und Rache zueinander verhalten. Wie viel wiegt ein Menschenleben – oder wie wenig?
Der anspruchsvolle Film ist komplex komponiert, so dass sich die einzelnen Fäden erst mit der Zeit entwirren lassen. Doch trotz schneller und nicht chronologischer Erzählweise zieht das Geschehen auf der Leinwand in seinen Bann. Dies ist vor allem der intensiven Darstellung der Figuren zu verdanken, die an mehreren Festivals durch Schauspielpreise für Sean Penn, Naomi Watts und Benicio del Toro gewürdigt wurden. Der bemerkenswerte Film konfrontiert mit nicht weniger als dem schmalen Grat zwischen Lebendigkeit und Todesverfallenheit.
Christine Stark, Filmbeauftragte Reformierte Medien
christine.stark@ref.ch
«21 Grams», USA 2003, Regie: Alejandro González Iñárritu, Besetzung: Sean Penn, Naomi Watts, Benicio del Toro, Verleih: Monopole Pathé Films AG, Internet: http://www.pathefilms.ch, Filmwebsite: http://www.21-grams.com
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