Balagan

1992 gastierte das Theaterzentrum Akko aus Israel mit seinem Stück „Arbeit macht frei“ in Berlin. Die fünfstündige Szenenfolge, die begeistert gefeiert wurde, setzt die Erfahrungen des Holocaust mit dem jüdisch- arabischen Konflikt der Gegenwart in Beziehung. Die Hauptrollen wurden von jüdischen und palästinensischen Darstellern verkörpert. Jeweils nur 15 Zuschauer verfolgen in Form eines Stationendramas die einzelnen Episoden und müssen sich in unmittelbarer Konfrontation mit Erfahrungen von Rassismus und Diskriminierung identifizieren. Der Film (1995) zeigt Szenen der Theaterarbeit und fragt, was die schmerzliche Konfrontation mit dem Thema Holocaust bei den Zuschauern und Darstellern auslöste