Spuren verschwinden

Fünf Millionen Juden lebten einst in Osteuropa. Wenige haben den von den Nazis 1941 in Gang gesetzten Völkermord überlebt. „Nachträge ins europäische Gedächtnis“ nennt der Zürcher Journalist und Filmemacher Walo Deuber seinen Film (1999) vom Glanz und vom Sterben des ukrainischen Judentums. Seine Spurensuche führt ins jüdische Leben und zu den Massengräbern eines ermordeten Volkes. Was von einer lebendigen Welt in der Literatur bewahrt ist, tritt in Dialog mit den Berichten von Zeugen, die das Grauen des Holocaust selbst erfahren haben