Albert Anker – Malstunden bei Raffael
Der Dokumentarfilm von Heinz Bütler spielt im Atelier des grossen Schweizer Malers Albert Anker (1831–1910). Es liegt in Ins im Berner Seeland. Das Atelier ist wie eine Zeitkapsel, alle Utensilien von Anker sind noch immer da aufbewahrt, wo sie schon früher waren.
Auf Wunsch seines Vaters sollte Albert Theologie studieren. Als er während seines Studiums eine Reise nach Paris machte, wurde ihm schnell klar, es gibt für ihn nur etwas – und das war das Malen. Daraufhin bekam er 1854 die Erlaubnis seines Vaters, sein Studium zu beenden.
Im Film geht es um den Künstler Anker aber auch darum, was er am besten malen und zeichnen konnte. Das waren sowohl Gefühle als auch Kinder. Anker malte so, dass man die Gefühle erkennen kann, auch wenn niemand richtig ins Bild schaute. Wut, Verzweiflung oder Traurigkeit spürt man, wenn man die Bilder anschaut. Kinder zeichnete er am liebsten, weil er sie mochte und mit Tricks ablenken konnte, sodass sie ruhig waren. Mädchen liess er oft stricken, weil sie dann mehr bei sich waren. Ankers Ehrgeiz war enorm gross, er schrieb sogar einmal: «Eines Tages werde ich im Himmel sein und Malstunden bei Raffael haben.»
Endo Anaconda zeigt uns einen neuen Weg in die Welt von Anker, der sehr lebendig und persönlich ist. Das passt sehr, weil Anaconda über einfache Leute sang und Albert Anker sie malte. Der Film ist sehr empfehlenswert, weil er einen besonderen Blick auf das wirft, was Albert Anker wichtig war und das er darum zeigen wollte.
Levi Huber (11 Jahre), Praktikant Medientipp/kath.ch Zukunftstag
«Albert Anker Malstunden bei Raffael», Schweiz 2022; Regie: Heinz Bütler; Verleih: Filmcoopi; Homepage: http://www.filmcoopi.ch; Filmseite: https://www.filmcoopi.ch/movie/albert-anker-malstunden-bei-raffael
Ab 15. Dezember 2022 im Kino
