Evangelische Perspektiven. Matriarchatsforschung und ihre Antworten für die Krisen
In den letzten rund 5.000 Jahren wurden die meisten Kulturen der Welt von Männern dominiert – man spricht vom «Zeitalter des Patriarchats»: Hierarchische Gesellschaften, die auf Konkurrenz, Kontrolle, militärische Gewalt setzten, um ihre Macht durchzusetzen und zu erhalten. Diese Ansätze haben der Welt Ungleichheit und Kriege gebracht, die Biosphäre stark geschädigt und die Hälfte der Menschheit – die Frauen – benachteiligt. In den letzten 50 Jahren entstand die «Moderne Matriarchatsforschung». Sie beruft sich einerseits auf archäologische Spuren, sucht andererseits in alten Mythen, Märchen und Legenden nach Hinweisen auf eine andere Rolle der Frauen. Und sie erforscht zudem matriarchale Kulturen, die es noch heute in China, Indonesien, Indien und bei manchen indigenen Völkern gibt. Sie zeigen ein zeitloses Modell einer egalitären, friedlichen, kooperativen, das Leben fördernden Kultur, in der Mann und Frau gleichberechtigt sind und das «Mütterliche» der höchste kulturelle und spirituelle Wert ist
