Kontext. Talk mit der Völkerrechtlerin Nina Burri

Die landläufige Meinung «die Kleinen hängt man, und die Grossen lässt man laufen» trifft nicht zu, wenn man die Arbeit des Internationalen Strafgerichts in Den Haag verfolgt. Davon ist die junge Schweizer Völkerrechtlerin Nina Burri überzeugt, die dort zwei Jahre als Assistenzanwältin gearbeitet hat. Sie hat sich mit Kriegsverbrechern und Völkermord befasst und dabei Zeugen und Opfer befragt. Das Haager Tribunal, das seit 1998 als ständiger Strafgerichtshof eingerichtet ist, setzt die Arbeit der vorangegangenen Ad-hoc-Tribunale, des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien und für Ruanda, fort. Die Völkerrechtlerin und Staatsanwältin Nina Burri blickt im «Kontext»-Talk auf ihre Arbeit in Den Haag zurück und sagt, welches Rüstzeug sie dort für ihre aktuelle Recherche-Tätigkeit im Programm «Wirtschaft und Menschenrechte» beim Hilfswerk «Brot für alle» erworben hat