Die Erbinnen (Las herederas)

Chela (Ana Brun) und Chiquita (Margarita Irun) sind seit über dreissig Jahren ein Paar und leben in Asunción, Paraguay, in einer wunderschönen, aber etwas heruntergekommenen Villa. Während die extrovertierte Chiquita das gemeinsame Leben bestimmt, verlässt die schwermütige Chela nur ungern die eigenen vier Wände. Die beiden leben von ihrem Erbe, doch wegen finanzieller Schwierigkeiten müssen sie Teile des Mobiliars verkaufen.
Als Chiquita wegen Betrugsanschuldigungen ins Gefängnis kommt, ist Chela unerwartet auf sich allein gestellt. Als ihre Nachbarin Pituca (María Martins) sie bittet, sie in ihrem alten Mercedes zu einer Verabredung zu fahren, hat sie eine Idee: Sie wird zur Taxifahrerin reicher Damen aus der Nachbarschaft. Dabei lernt Chela die viel jüngere Angy (Ana Ivanova) kennen, von deren Jugend und Lebensfreude sie fasziniert ist und durch die sie ihre Sehnsüchte neu entdeckt. Das mehrfach ausgezeichnete Drama hatte seine Premiere im Wettbewerb der Berlinale, wo der Film den Fipresci-Preis sowie die Hauptdarstellerin Ana Brun den Silbernen Bären gewann