Skin

Bryon (Jamie Bell) ist der Lieblingssohn der Kragers (Vera Farmiga und Bill Camp), die junge Streuner aufnehmen und sie zu Neonazis formen. «Ma» Shareen rasiert ihnen den Schädel, kleidet sie neu ein und umsorgt sie, «Pa» Fred haut ihnen eine rein, wenn die Jungs nicht spuren. Das geschieht höchstens bei Machtkämpfen untereinander, denn gegen aussen ist ihre Untergruppe der rechtsradikalen «Hammerskins» geeint: Als «Vinlander Social Club» prügeln sie auf alle ein, die anders denken oder anders sind. Es sind weder die testosteronschwangeren und ruhmestrunkenen Rituale noch die Schlägereien der Neonazis, die Guy Nattiv hauptsächlich interessieren. Vielmehr legt der israelische Filmemacher die perfiden Mechanismen der Abhängigkeit frei, mit denen die hauptsächlich verblendeten jungen Männer an ihre Gruppe gebunden werden, was sein Aussteigerdrama weit interessanter und auch spannender macht als die vergleichbaren Filme «American History X» und «Romper Stomper»