Palmyra, unwiederbringlicher Wüstenschatz

Nach 2’000 Jahren Vergessenheit stehen die Gesichter von Palmyra wieder im Licht der Aufmerksamkeit: Unzählige Legenden ranken sich um die antike Oasenstadt Palmyra. Erstmals stützen sich die archäologischen Untersuchungen nicht auf ihre Architektur, sondern auf die steinernen Gesichter ihrer einstigen Bewohner. In Form von Grabportraits für die Nachwelt verewigt, geben sie Aufschluss über die bewegte Vergangenheit Palmyras. Durch den Syrien-Konflikt wird das Projekt zu einer gewaltigen Herausforderung für die Archäologen. Schliesslich gelingt es ihnen nach und nach, die Familienstammbäume der Menschen zu rekonstruieren. So entsteht ein lebendiges Zeugnis des antiken Palmyras als bedeutender Handelsstützpunkt mit kultureller Vielfalt und Wohlstand. Die einzigartigen Totendarstellungen aus den Grabkammern und Tempelgräbern veranschaulichen, weshalb diese «Perle der Wüste» die Menschen über Jahrhunderte hinweg faszinierte und Schauplatz zahlreicher Erzählungen und Darstellungen war