Es war einmal im Irak. Invasion

Multiperspektivisch wird die Invasion der «Koalition der Willigen» in den Irak aus den Blickwinkeln unterschiedlicher Protagonisten erzählt. Da ist Waleed. Er war 18, als George Bush Saddam Hussein nur 48 Stunden gab, um den Irak zu verlassen. Wie viele irakische Teenager in der Zeit war er vernarrt in den Westen. Das Leben unter Saddam war für ihn erdrückend, angetrieben von Angst und Paranoia. Andere liebten Saddam. Oder sie lehnten ihn zwar ab, wegen der vielen Kriege, die er geführt hatte, aber fürchteten den Angriff der Koalitionstruppen. Wie wenig die Amerikaner und Briten das Land verstanden, das sie unter dem Vorwand angriffen, Saddam verfüge über Massenvernichtungswaffen, wird am Beispiel des Elitesoldaten Rudy erzählt. Als ein Jeep mit einer irakischen Familie eine Strassensperre missachtete, töteten Rudy und seine Einheit alle Insassen. Erst hinterher wurde ihnen klar, dass es Analphabeten waren, die das Warnschild nicht hatten lesen können …