Fenster zum Sonntag. Hilflos zusehen

Situationen, auf die man keinen Einfluss nehmen kann, hinterlassen Spuren. Sie zeigen: Es liegt nicht alles in unserer Hand, nicht alles ist machbar. Für viele Angehörige von Menschen, die an Covid-19 erkrankt sind, ist dies in den letzten Monaten bittere Realität geworden. Man kann nichts tun, nur zusehen und hoffen, dass am Ende doch noch alles gut ausgeht. Auch Menschen, die in ein Unglück verwickelt werden, kennen dieses Gefühl. Die Zeit reicht nicht aus, um etwas zu unternehmen, das den Schaden abwenden könnte. Wie geht man damit um, wenn Menschen im Umfeld in eine hilflose Situation geraten, was tut man, wenn man selbst betroffen ist? Wenn Hilflosigkeit eintritt, was trägt, was tröstet, was ermutigt?