Dene wos guet geit
Alice (Sarah Stauffer) arbeitet in einem Callcenter in der Peripherie von Zürich. Sie verkauft Internet- und Krankenkassenangebote an Unbekannte am anderen Ende der Leitung. Nach der Arbeit geht sie durch die Stadt, in der alles reibungslos zu funktionieren scheint. Inspiriert von ihrem Job ruft sie alleinstehende Grossmütter an und täuscht ihnen vor, sie sei ihre Enkelin und in Geldnot. Während sie mit diesem Trick schnell ein Vermögen verdient, erkundet der Film Orte und Menschen in Zürich, die alle auf seltsame Weise mit der Tat von Alice in Verbindung stehen. Der Zürcher Regisseur Cyril Schäublin hat mit seinem Spielfilmerstling (CH 2018) keinen Krimi gedreht, auch wenn es in «Dene wos guet geit» um Betrug geht. Mit ungewöhnlichen filmischen Mitteln zeigt er ein Zürich, in dem an die Stelle menschlicher Kommunikation längst Sicherheitsüberwachungen und Daten- und Geldtransfers getreten sind. Es ist eine kalte, distanzierte und kaum menschliche Stadt …
