Evangelische Perspektiven. Erkundungen im Spielfeld der Lebensmitte
Glücksforschern zufolge beschreibt die Kurve der Zufriedenheit im Laufe unseres Lebens eine U-Form. Die Talsohle, das ist die Lebensmitte, und die erreichen wir in Deutschland statistisch gesehen kurz nach unserem vierzigsten Geburtstag. Auch zahlreiche Studien belegen: nie sind die Menschen so unglücklich wie in den mittleren Jahren. Zu viele Fragen gilt es zu klären, zu viele Konstanten geraten ins Wanken. Und obwohl wir in unserer Lebensplanung noch nie so viele individuelle Freiheiten hatten wie heute, rücken in der Lebensmitte zwei Dinge ins Bewusstsein, an denen sich nicht rütteln lässt: Die eigene Endlichkeit und damit verbunden: die Frage nach dem Sinn. Was bleibt von allem, worauf kann ich noch hoffen – die Lebensmitte ist auch eine Zeit, in der sich geistliche, spirituelle Fragen in den Vordergrund drängen. Viele Menschen werden in dieser Lebensphase offener für religiöse Fragen. Betrachtungen über eine Zeit des Innehaltens, des Auslotens, aber auch der Neuorientierung
