Theo.Logik. Missbrauch und kein Ende
Seit elf Jahren ringt die katholische Kirche in Deutschland mit sich, wie sie sexuellen Missbrauch und Gewalt in ihren Institutionen aufarbeitet. Vielfach entschuldigten sich Bischöfe stellvertretend für die Kirche, was den Betroffenen angetan wurde. Zentraler Punkt bei der Ursachenforschung: die Machtstrukturen innerhalb der katholischen Kirche und ein Corpsgeist, der die Institution so lange schützte. Dass die Institution noch lange nicht am Ende der Aufarbeitung angekommen ist, das zeigen in diesen Wochen die Vorgänge im Erzbistum Köln. Kardinal Rainer Woekli hält einen unabhängigen Bericht einer Rechtsanwaltskanzlei zurück. Inzwischen haben die Laien die Zusammenarbeit mit dem Bischof aufgekündigt, der Streit ist eskaliert. Theo.Logik versucht herauszufinden, warum die katholische und auch die evangelische Kirche nach wie vor mit sich selbst ringen bei der Aufarbeitung von Missbrauch und welche Rolle die Faktoren Macht und Ohnmacht dabei haben. Über die jüngsten Vorgänge in Köln spricht Moderator Tilmann Kleinjung mit dem Journalisten Joachim Frank
