Kaiser Karl V.
Der zutiefst fromme und humanistisch erzogene Kaiser Karl V. wollte für Frieden sorgen und eine christliche Universalmonarchie errichten, die den Globus umspannen sollte. Er kämpfte um die Kaiserkrone, die er sich allerdings nur mit dem Geld der Fugger von den mächtigen Fürsten des Reichs erkaufen konnte, denn das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war eine Wahlmonarchie. Aber Karl war auch der der erste Kaiser, der abdankte – zermürbt von den Schwierigkeiten, ein so grosses Reich zu regieren, in dem er nicht überall präsent sein konnte, von den zahllosen Schlachten gegen Feinde innen wie aussen. Er war enttäuscht vom Erfolg der Protestanten mit dem Augsburger Religionsfrieden, der endgültig die konfessionelle Teilung seines Reichs festschrieb und den Landesfürsten die Bestimmung der Religion ihrer Untertanen überliess. Krank und resigniert zog er sich in das Kloster San Jerónimo de Yuste zurück, wo er bald darauf starb
