Delikatessen. Der Mann, der Don Quixote tötete (The Man Who Killed Don Quixote)

Erfolgsverwöhnt und gelangweilt lümmelt der Werbefilmer Toby (Adam Driver) am Set seines neusten Clips in Spanien herum. Da entdeckt er eine Raubkopie einer seiner Studentenfilme: Vor vielen Jahren verfilmte Toby Cervantes Don-Quixote-Stoff mit einfachsten Mitteln, Amateuren und in schwarz-weiss. Er besucht das Bergdorf von einst. Aber «sein» Sancho Panza lebt nicht mehr und Schuhmacher Javier (Jonathan Pryce), der ehemalige «Don Quixote», scheint wahnsinnig geworden zu sein und sich tatsächlich für den Ritter zu halten. So wird Toby zum Sancho Panza an der Seite des Don Quixote – auch weil er das Schicksal der blutjungen Wirtstochter ändern will, die er damals zur Dulcinea gemacht und damit unwillentlich auf die schiefe Bahn gebracht hatte. Sie brechen auf zu einem Abenteuer, in dem sich Realität und Fantasie, Vergangenheit und Gegenwart auflösen. Nach über 25 Jahren ist dieser bildgewaltige Film (GB/ES/BE 2018) endlich Realität geworden: ein richtiger «Terry Gilliam» – grotesk und chaotisch, vollgepackt mit überraschenden Einfällen und Anspielungen