sonntags. Letzter Wille

Die Wahrscheinlichkeit, mit dem Tod in Kontakt zu kommen, liegt bei 100 Prozent, spätestens wenn wir selbst davon betroffen sind. Tod, Sterben und Trauer brauchen mehr Aufmerksamkeit. Für viele bedeutet das Recht, den eigenen Todeszeitpunkt selbst zu bestimmen, einen Grundwert. Die Kirchen lehnen das ab, sie möchten die Angebote der Sterbebegleitung und Palliativmedizin stärken. Die Äusserung des letzten Willens ist aber nicht immer möglich. Eine alltägliche Situation in der Intensivmedizin, wenn man nach einem Unfall nicht mehr dazu in der Lage ist, Wünsche anzubringen oder wenn man zwischen Leben und Tod schwebt. Dann werden die Patientenverfügung und das Gespräch zwischen Arzt und Angehörigen besonders wichtig. Die Kirchen verweisen darauf, dass Menschen in Beziehungen leben und eben auch «sterben». Sie möchten Netzwerke und Caring Communities – sorgende Gemeinschaften – wie Familie, Nachbarn und Freundschaften stützen und Hospize und Palliativstationen noch stärker fördern