Der Menschenfeind

In einem Umfeld geprägt von Eitelkeiten und Unsicherheiten gibt die junge Witwe Célimène (Franziska Machens) den Ton an und ist Herrin ihres eigenen Schicksals. In ihrem Haus gehen die Männer der gehobenen Gesellschaft ein und aus. Sie umschwärmen Célimène wie die Motten das Licht. Auch der alte Griesgram Alceste (Ulrich Matthes) erliegt ihrem Charme. Célimène geniesst die Aufmerksamkeit ihrer vielen Verehrer, beteuert aber, dass ihr Herz nur Alceste gehört. Doch durch seine krankhafte Eifersucht bringt er ihre Liebe immer wieder in Gefahr. Ausserdem macht er sich durch seine direkte Art viele Feinde. Alceste beansprucht für sich, ein Leben ohne Intrigen, Heuchelei und Tratsch zu führen. Er ist sich sicher, dass Célimène genauso empfindet. Umso mehr trifft es ihn, als unerwartet Briefe auftauchen, in denen sie alle Männer, die sie umwerben, verspottet – Alceste eingeschlossen. Im Corona-Jahr 2020 ist die Regisseurin Anne Lenk mit ihrer Inszenierung von Molières «Der Menschenfeind» erstmals zum Berliner Theatertreffen geladen